"50 JAHRE UNIVERSITAS PERSPEKTIVEN IM 21. JAHRHUNDERT"
JUBILÄUMSVERANSTALTUNG ZUM 50-JÄHRIGEN BESTEHEN
Der Österreichische Übersetzer- und Dolmetscherverband UNIVERSITAS feierte sein 50. Bestandsjubiläum. Seit dem 29. Juni 1954 ist das Hauptziel des Verbandes, das Ansehen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit zu fördern und die Anerkennung der Qualität von Übersetzungs- und Dolmetschleistungen zu steigern. Gerade in unserer globalisierten Welt wird eine fachgerechte interkulturelle Kommunikation, die ohne die Mitwirkung von Dolmetschern und Übersetzern als Bindeglied zwischen Kulturen und Sprachen gar nicht denkbar wäre, immer wichtiger. In diesem Bewusstsein wurde der "50. Geburtstag" mit einer Reihe von Veranstaltungen würdig gefeiert: Zur Einstimmung gab es am Donnerstag, den 4. November einen sehr gelungenen, stimmungsvollen Heurigenabend, bei dem die zahlreich erschienenen Gäste von den befreundeten ausländischen Verbänden und die UNIVERSITAS-Mitglieder einander kennen lernen konnten. Zur zusätzlichen Aufheiterung trugen Liliana Niesielska und György Buda einen köstlichen Sketch vor: ein Telefongespräch eines unangenehmen Kunden mit einer Übersetzerin - leider ganz aus dem Leben gegriffen! Die Hauptfeierlichkeiten fanden am Freitag, den 5. November in der Diplomatischen Akademie statt: ein ganztätiger Jubiläumskongress mit Vorträgen zum Thema der Translationspraxis, der Translationswissenschaft und des Dolmetschens. Anschließend gab es eine überaus interessante Podiumsdiskussion unter dem Titel "Was kommt nach Babel? Die Zukunft der interkulturellen Kommunikation". Unter den zahlreichen prominenten Teilnehmern sind hier sicherlich vor allem die Vertreter der Europäischen Kommission, Herr Mag. Reinhard Hoheisel und Frau Mag. Ursula Paulini-Smith sowie Frau Gesandte Mag Dr. Elisabeth Tichy-Fisslberger, Stellv. Leiterin der Sektion für Wirtschafts - und Europapolitik im BM für Auswärtige Angelegenheiten zu nennen. Moderiert wurde die Diskussion von der ehemaligen Präsidentin der UNIVERSITAS, Frau Dipl. Dolm. Elisabeth Schwarz. Der Samstag Vormittag war praktischen Workshops gewidmet: unter anderen wurden die Themen Übersetzen und Dolmetschen in der EU, Übersetzungstechnologie, Normen und Zertifizierung, Terminologiemanagement und last but not least - unter dem provokanten Titel "Das etwas kreativere Übersetzen" - unterschiedlichste Formen der literirischen Übersetzung besprochen. Eine Fotoreportage finden Sie bei uns von dem zuletzt genannten, bestens besuchten Workshop, der von Dr. Liliana Niesielska geleitet wurde. Eine interessierte Gruppe von Übersetzern diskutierte eifrig mit Prof. Dr. Adam Zieliñski, Prof. Dr. Zofia Zieliñski, Prof. Mag. Joanna Ziemska, Prof. Mag. Hana Sodeyfi, Mag. Christine Springer, Frau Eva Feitzinger (vormals Geschäftsführerin des Thomas Sessler Verlages), und mit Herrn Thomas Kratky (Kreativdirektor der weltweit agierenden Werbeagentur Young & Rubicam) über die Erfahrungen beim Übersetzen von Literatur im Allgemeinen, von Poesie, Kinderbüchern, Opernlibretti und von Werbetexten.